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Erneuerbare-Energien-Gesetz (EEG) 2017

Beschreibung

Ziel des EEG ist es, eine nachhaltige Entwicklung der Energieversorgung zu ermöglichen und die Erzeugung von Strom aus erneuerbaren Energien zu fördern. Der Ausbau soll kosteneffizient und netzverträglich erfolgen. Mit dem EEG 2017 werden für große Solaranlagen, Windenergieanlagen onshore und offshore und Biomasseanlagen Ausschreibungen eingeführt.

  • Geplant sind drei bis vier Ausschreibungen pro Jahr
  • Es gelten für alle erneuerbaren Energien feste jährliche Zubaumengen

Wird die Förderung nicht ausgeschrieben, gelten weiterhin die Regelungen des EEG 2014, soweit diese nicht durch das EEG 2017 angepasst werden. Für Solaranlagen und Windenergieanlagen an Land mit einer installierten Leistung von bis zu 750 kW gelten weiterhin gesetzlich festgelegte Vergütungssätze. Diese Anlagen müssen nicht an Ausschreibungen teilnehmen.

 

Die Ausschreibung ist auf folgende Bereiche beschränkt:

  • Windenergieanlagen an Land ≥ 750 kW
  • Windenergieanlagen auf See
  • Fotovoltaikanlagen ≥ 750 kW
  • Biomasse ≥ 150 kW

Bei folgenden Technologien erfolgt keine Ausschreibung

  • Geothermie
  • Wasserkraft
  • Deponie-, Gruben- und Klärgas

Für kleine und  mittlere Anlagen im Sinne des EEG nach den oben definierten Grenzen werden weiterhin festgelegte Vergütungssätze für 20 Jahre, zusätzlich zum Jahr der Inbetriebnahme, gewährt. Die Höhe der Vergütung für den Strom hängt von der Energiequelle und der Größe der Anlage sowie vom Zeitpunkt der Inbetriebnahme der Anlage ab. Die Inbetriebnahme setzt voraus, dass die Anlage fest an ihrem bestimmungsgemäßen Ort und mit allem für die Erzeugung von Wechselstrom erforderlichen Zubehör installiert ist und tatsächlich Strom aus erneuerbaren Energien erzeugt hat. Die Netzanbindung ist noch nicht notwendig. Die Vergütungssätze sinken jährlich für neu in Betrieb genommene Anlagen. Das heißt je später eine Anlage in Betrieb genommen wird, desto geringer ist in der Regel die Vergütung (jährliche Degression).

Bei großen Windenergie-, Photovoltaik- und Biomassenlagen wird die Vergütung durch Ausschreibungen ermittelt. Es gelten formale Vorgaben für das Verfahren. Die Bundesnetzagentur macht die Ausschreibungen frühestens 8 Wochen vor dem jeweiligen Gebotstermin für den entsprechenden Energieträger auf ihrer Internetseite bekannt. Werden die Vorgaben nicht genau eingehalten, können Gebote ausgeschlossen werden.

Um die Marktintegration erneuerbarer Energien zu fördern, gilt für alle neu installierten Anlagen über 100 kW eine verpflichtende Direktvermarktung. Sie müssen ihren Strom selbst vermarkten oder einen Direktvermarkter mit der Vermarktung des Stroms beauftragen. Eine Einspeisevergütung können somit nur noch Anlagen in Anspruch nehmen, die nicht größer als 100 kW sind. Die Höhe der Einspeisevergütung ist gesetzlich festgelegt. Sie liegt aber gegenüber der Marktprämie um 0,2 Cent/kWh bei Strom aus Wasserkraft, Biomasse, Geothermie, Deponie- Klär- oder Grubengas und um 0,4 Cent/kWh bei Strom aus Fotovoltaik- oder Windenergieanlagen niedriger.


1. Fotovoltaik
Die Förderung für Strom aus Fotovoltaikanlagen verringert sich ab dem 01. Februar 2017 monatlich zum ersten Kalendertag um 0,5 % gegenüber dem im vorangegangenen Kalendermonat geltenden Wert, wenn der Zubaukorridor erreicht wird. Die monatliche Degression wird in Abhängigkeit des Zubaus ermittelt. Bei einem Zubau unter 2.500 MW pro Jahr verringert sich die Absenkung. Liegt der Zubau 800 MW bzw. mehr als 1.200 MW unter dem Wert, wird die Förderung einmalig um 1,5 %  bzw. 3 % zum jeweiligen Quartal erhöht. Die Vergütungssätze gestalten sich wie folgt:

1.1 Dachflächenanlagen auf Wohngebäuden bis 750 kW
Für Strom aus förderfähigen Anlagen, die ausschließlich in, an oder auf einem Gebäude oder einer Lärmschutzwand angebracht  sind, beträgt die Förderung:

  • bis 10 kW 12,60 Cent/kWh
  • bis 40 kW 12,27 Cent/kWh
  • bis 750 kW 11,01 Cent/kWh

In der Förderung sind 0,4 Cent/kWh für die Kosten der Direktvermarktung enthalten. Bei Anlagen unter 100 kW, die nicht direkt vermarkten, errechnet sich der Vergütungssatz aus der Förderung abzüglich der 0,4 Cent/kWh.

Das Marktprämienmodell gilt verpflichtend für Anlagen ab 100 kWp Leistung.

 

1.2 Mieterstrommodell

Als Mieterstrom wird Strom bezeichnet, der in Solaranlagen auf dem Dach eines Wohngebäudes erzeugt und an Letztverbraucher (insbesondere Mieter) in diesem Gebäude oder in Wohngebäuden und Nebenanlagen im unmittelbaren räumlichen Zusammenhang ohne Netzdurchleitung geliefert wird. Der von den Mietern nicht verbrauchte Strom wird ins Netz der allgemeinen Versorgung eingespeist und vergütet. Danach erhält der Betreiber einer solchen Anlage einen Mieterstromzuschlag. Dieser orientiert sich an den im EEG genannten Einspeisevergütungen abzüglich eines Abschlags. Die Höhe des Mieterstromzuschlags hängt von der Größe der Solaranlage und dem Photovoltaikzubau insgesamt ab und wird zwischen 2,2 Cent/kWh und 3,8 Cent/kWh liegen. Der von den Mietern nicht verbrauchte Strom wird ins Netz der allgemeinen Versorgung eingespeist und vergütet. Weitere Informationen erhalten im Webportal des BMWi und bei der Bundesnetzagentur.


1.3 Freiflächenanlagen und Dachflächenanlagen auf Nichtwohngebäuden bis 750 kW

Die Vergütung beträgt 8,91 Cent/kWh. In der Förderung sind 0,4 Cent/kWh für die Kosten der Direktvermarktung enthalten. Bei Anlagen unter 100 kW, die nicht direkt vermarkten, errechnet sich der Vergütungssatz aus der Förderung abzüglich der 0,4 Cent/kWh.

 

Für Anlagen auf Nichtwohngebäuden, die im Außenbereich errichtet wurden, gilt die oben genannte Dachflächenvergütung, wenn folgende Voraussetzungen erfüllt sind:

  • Der Bauantrag für das Gebäude wurde nachweislich vor dem 01.04.2012 gestellt.
  • Das Gebäude steht im räumlich-funktionalen Zusammenhang mit einer errichteten Hofstelle eines land- oder forstwirtschaftlichen Betriebes.
  • Das Gebäude dient der dauerhaften Stallhaltung von Tieren und wurde von der zuständigen Behörde genehmigt.
  • Das Marktprämienmodell gilt verpflichtend für Anlagen ab 100 kWp Leistung.
  • Gefördert werden auch Freiflächenanlagen auf versiegelten Flächen, Konversionsflächen, vor 2010 bestehenden Gewerbe- und Industriegebieten sowie Flächen innerhalb eines Streifens von 110 m entlang von Autobahnen und Bahnschienen.


1.4 Freiflächenanlagen und Dachflächenanlagen > 750 kW per Ausschreibung
Gefördert werden Anlagen auf versiegelten Flächen, Konversionsflächen, vor 2010 bestehenden Gewerbe- und Industriegebieten sowie Flächen innerhalb eines Streifens von 110 m entlang von Autobahnen und Bahnschienen sowie auf Dachflächen von Wohn- und Nichtwohngebäuden.

Betreiber von neuen Anlagen mit einer Leistung > 750 kW erhalten eine finanzielle Förderung nach dem EEG, wenn sie erfolgreich an einer Ausschreibung teilgenommen haben. Gefördert werden Anlagen mit möglichst niedrigen Fördersummen pro Kilowattstunde. Dreimal im Jahr zum 1. Februar, zum 1. Juni und zum 1. Oktober finden Ausschreibungen statt. Die Bundesnetzagentur gibt sechs bis acht Wochen vor dem jeweiligen Termin die wichtigsten Parameter der Ausschreibungsrunde bekannt. Gebote, die keinen Zuschlag erhalten haben, können in den nächsten Ausschreibungsrunden wieder mitbieten. Es werden jährlich 600 MW ausgeschrieben.

 

PV-Freiflächenanlagen auf Konversionsflächen, die in Nationalparks und Naturschutzgebieten liegen, werden nicht vergütet. Der erzeugte Strom darf nicht zur Eigenversorgung genutzt werden.

2. Windkraft

2.1 Onshore ohne Ausschreibung

  • Anlagen mit einer installierten Leistung ≤ 750 kW
  • Anlagen, die bis Ende 2016 genehmigt werden und bis zum 1. Januar 2019 in Betrieb genommen wurden
  • Prototypen von Windenergieanlagen  mit einer installierten Leistung von insgesamt 125 MW pro Jahr

Die Förderung beträgt 4,95 Cent/kWh (Grundwert).
In den ersten 5 Jahren ab Inbetriebnahme der Anlage beträgt die Förderung 8,38 Cent/kWh (Anfangswert).  Die Dauer des Anfangswertes verlängert sich um einen Monat je 0,36 % des Referenzertrages, wenn der Ertrag der  Anlage unter 130 % des Referenzertrages liegt (130 % minus tatsächlicher Ertrag). Liegt der Ertrag der Anlage unter 100 % des Referenzertrages, so verlängert sich zusätzlich die Dauer des Anfangswertes um einen Monat je 0,48 % des Referenzertrages (100 % minus tatsächlicher Ertrag). Zehn Jahre nach Inbetriebnahme, spätestens ein Jahr vor dem Ende der verlängerten Frist wird der Standortertrag überprüft. Betreiber von Anlagen mit einer Leistung bis einschließlich 50 kW erhalten den Anfangswert über 20 Jahre ohne Vorlage eines Referenzgutachtens. In der Förderung sind 0,4 Cent/kWh für den Aufwand der Direktvermarktung enthalten.
 

In der Übergangszeit von März bis August 2017 wird eine Sonderdegression in Höhe von 1,05 % pro Monat eingeführt. Die Förderung für Neuanlagen verringert sich ab dem 1. Oktober 2017 vierteljährlich um 0,4 %.

Liegt der Zubau über 2.500 MW, greift  im 4. Quartal 2017 eine zusätzliche Degressionsstufe von bis zu 2,4 %. Im Gegenzug verringert sich die Degression wenn der Zubau kleiner 2400 Mw beträgt. In Gebieten mit Netzengpässen, diese definiert die Bundesnetzagentur als Netzausbaugebiet, wird die Zubaumenge auf 58 % des durchschnittlichen Zubaus  in den Jahren 2013 - 2015 begrenzt.

 

2.2 Onshore mit Ausschreibung

Teilnehmen können Anlagen, die über eine Genehmigung nach dem Bundes-Immissionsschutzgesetz verfügen. In 2018 finden vier Ausschreibungen statt, am 01.02., 01.05., 01.08., 01.10.2018.  Ab 2019 werden es drei Ausschreibungen sein. In Jahren 2017 bis 2019 werden jeweils 2.800 MW ausgeschrieben, danach 2.900 MW.

 

2.3 Offshore

Offshore ohne Ausschreibung

  • Anlagen mit einer installierten Leistung ≤ 750 kW
  • Anlagen, die vor dem 01.10.2017 eine unbedingte Netzanbindungszusage erhalten haben
  • Anlagen, die vor dem 01.o1.2021 in Betrieb genommen wurden
  • Pilotanlagen nach Maßgabe des Windenergie-auf-See-Gesetztes

Die Förderung beträgt 3,9 Cent/kWh (Grundwert).
In den ersten 12 Jahren ab der Inbetriebnahme der Anlage beträgt die Förderung 15,4 Cent/kWh (Anfangswert). Je nach Entfernung der Anlage von der Küste (mind. 12 Seemeilen, Wassertiefe mind. 20 m) verlängert sich der Anfangswert.
Alternativ kann bei Inbetriebnahme vor dem 1. Januar 2020 ein Anfangswert von 19,4 Cent/kWh über einen Zeitraum von 8 Jahren in Anspruch genommen werden (sog. Stauchungsmodell). Im Anschluss daran gilt der Anfangswert von 15,4 Cent/kWh.
Ab dem 1. Januar 2018 verringert sich die Förderung für Neuanlagen um 0,5 Cent/kWh, ab dem 1. Januar 2020 um 1 Cent/kWh und ab dem Jahr 2021 jährlich um 0,5 Cent/kWh. Im Stauchungsmodell reduziert sich die Förderung zum 1. Januar 2018 um 1 Cent/kWh. In der Förderung sind 0,4 Cent/kWh für den Aufwand der Direktvermarktung enthalten. In Gebieten mit Netzengpässen, diese definiert die Bundesnetzagentur als Netzausbaugebiet, wird die Zubaumenge auf 58 % des durchschnittlichen Zubaus der Jahre 2013 bis 2015 begrenzt.

Offshore mit Ausschreibung
Ausschreibungen werden künftig für alle offshore-Windenergieanlagen eingeführt, die ab 2021 in Betrieb genommen werden. In einer Übergangsphase (2021 - 2025) finden die Ausschreibungen unter bereits fortgeschritten geplanten und genehmigten Windparks statt. Die Gebotstermine in 2017 und 2018 sind jeweils der 1. April.

 

2.4 Bürgerenergiegesellschaften

Diese können Gebote für bis zu sechs Windenergieanlagen an Land mit einer zu installierenden Leistung von insgesamt max. 18 WM abgeben. Der Zuschlagswert entspricht dem höchsten noch bezuschlagten Gebot desselben Gebotstermins. Weitere Informationen erhalten sie bei der Bundesnetzagentur.

 

3. Biomasse

Unter den folgenden Voraussetzungen erfolgt keine Ausschreibung:

  • Anlagen mit einer installierten Leistung ≤ 150 kW
  • Anlagen, die vor dem 1. Januar 2019 in Betrieb genommen werden, sofern sie vor dem 1. Januar 2017 genehmigt oder zugelassen worden sind

Für Biomasse-Anlagen ab einer installierten Leistung von 100 kW wird ein Flexibilitätszuschlag in Höhe von 40,- EUR/KW 20 Jahre lang für die gesamte installierte Leistung einer Anlage gewährt. Dafür wird die Förderung auf den Anteil der in einem Kalenderjahr erzeugten Strommenge, der einer Bemessungsleistung von 50 % der installierten Leistung entspricht, begrenzt. Für Anlagen, die feste Biomasse einsetzen, wird die Förderung auf eine Strommenge begrenzt, die einer Bemessungsleistung von 80 % der installierten Leistung entspricht. Ein Anspruch auf Flexibilitätszuschlag besteht für diese Anlagen nicht.

Eine Ausschreibung erfolgt für neue Anlagen und Bestandsanlagen, wenn der Förderanspruch für Strom aus diesen Anlagen nach dem EEG zum Zeitpunkt der Ausschreibung nur noch für höchstens acht Jahre besteht. Ausschreibungen erfolgen jeweils zum 1. September eines Jahres. Das Ausschreibungsvolumen beträgt bis 2019 jährlich 150 MW installierte Leistung abzüglich der im vergangenen Kalenderjahr neu in Betrieb genommenen Biomasseanlagen mit gesetzlich festgelegter Förderung. Für die Gebote in der Ausschreibung gelten Höchstwerte. Darüber hinausgehende Angebote werden nicht berücksichtigt.
Die gesetzlich festgelegte  Förderung von Strom aus Biomasse beträgt bei Inbetriebnahme ab dem 1. Januar 2017:

  • bis 150 kW 13,32 Cent/kWh
  • bis 500 kW 11,49 Cent/kWh
  • bis 5 MW 10,29 Cent/kWh
  • bis 20 MW 5,71 Cent/kWh

 

Die Förderung von Strom aus kleinen Gülle-Biogasanlagen bis 75 kW beträgt 23,14 Cent/kWh. Der Strom muss am Standort der Biogasanlage erzeugt werden und der Anteil der Gülle muss im jeweiligen Kalenderjahr durchschnittlich mind. 80 Massenprozent betragen. 

 

Die Degression im Bereich der gesetzlich bestimmten Förderung beträgt ab dem 1. April 2017 jeweils zum 1. April und 1. Oktober eines Jahres 0,5 % gegenüber den in den jeweils vorangegangenen 6 Monaten geltenden anzulegenden Werten.

4. Geothermie
Die Förderung beträgt 25,2 Cent/kWh. Darin sind 0,2 Cent/kWh für den Aufwand der Direktvermarktung enthalten. Die jährliche Degression für Neuanlagen beträgt ab dem 1. Januar 2021 um 5 %.

 

5. Wasserkraft
Die Förderung für Strom aus Wasserkraft aus förderfähigen Anlagen beträgt:

  • bis 500 kW Bemessungsleistung 12,40 Cent/kWh
  • bis 2 MW 8,17 Cent/kWh
  • bis 5 MW 6,25 Cent/kWh
  • bis 10 MW 5,48 Cent/kWh
  • bis 20 MW 5,29 Cent/kWh
  • bis 50 MW 4,24 Cent/kWh
  • ab 50 MW 3,47 Cent/kWh

Die Förderung besteht auch für Anlagen, die vor dem 01.01.2009 in Betrieb genommen worden sind, wenn nach dem 31.12.2016  entweder eine wasserrechtlich genehmigungspflichtige Maßnahme durchgeführt wurde, durch die das Leistungsvermögen der Anlage gesteigert wird, oder im Falle einer nicht genehmigungspflichtigen Maßnahme die Steigerung des Leistungsvermögens mind. 10 % beträgt. Bei Anlagen mit einer Leistung von mehr als 5 MW bezieht sich die Förderung nur auf den Strom, der durch die Leistungserhöhung zuzurechnen ist. Wenn die Anlage vor dem 1. Januar 2017 eine installiere Leistung bis einschließlich 5 MW aufwies, besteht für den Strom, der diesem Leistungsanteil entspricht, der Anspruch der bislang für die Anlage galt. Die jährliche Degression ab dem 1. Januar 2018 beträgt 0,5 %.

6. Deponie-, Gruben- und Klärgas
Die Förderung für Strom aus Deponiegas beträgt:

  • bis 500 kW 8,17 Cent/kWh
  • bis 5 MW 5,66 Cent/kWh

Für Strom aus Grubengas beträgt die Vergütung:

  • bis 1 MW 6,54 Cent/kWh
  • bis 5 MW 4,17  Cent/kWh
  • ab 5 MW 3,69 Cent/kWh

Für Strom aus Klärgas beträgt die Vergütung:

  • bis 500 kW 6,49 Cent/kWh
  • bis 5 MW 5,66 Cent/kWh

Die jährliche Degression für Neuanlagen beträgt ab dem 01.01.2018 1,5 %.

 

6. Innovationsausschreibungen

In den Jahren 2018 bis 2012 führt die Bundesnetzagentur Ausschreibungen für erneuerbare Energien durch, die nicht an eine Technologie gebunden sind. Die Einzelheiten sind dem Gesetz zu entnehmen.

 

Weitere Bestimmungen, die den Anspruch auf eine Einspeisevergütung regeln, können dem Gesetz (siehe Zusatzinformationen) entnommen werden.


7. Marktprämie
Um die Marktintegration erneuerbarer Energien zu fördern, gilt für alle neu installierten Anlagen über 100 kW eine verpflichtende Direktvermarktung. Dabei erhält der Anlagenbetreiber zusätzlich zum Verkaufserlös durch die Vermarktung des eigenproduzierten Stroms eine Förderung, die sogenannte Marktprämie. Diese Marktprämie ergibt sich als Differenz zwischen der anlagenspezifischen hypothetischen EEG-Vergütung (im EEG 2014 "anzulegender Wert" genannt) und dem monatlich ex-post ermittelten durchschnittlichen Strombörsenpreis. Betreiber von Bestands-Biogasanlagen, die ihren Strom direkt vermarkten, können ergänzend zur Marktprämie die Flexibilitätsprämie in Anspruch nehmen. Dadurch werden die für die Flexibilisierung erforderlichen Zusatzinvestitionen in Anlagentechnologie ermöglicht.

 

Hier gelangen Sie zum Webportal der Bundesnetzagentur mit weiteren Informationen.

Kumulation

Bei der Nutzung mehrerer Förderprogramme sowie dem EEG muss geprüft werden, ob die Vorgaben der EU-Beihilfeleitlinien erfüllt sind.

Hinweise zum Antrag

Die Anlage muss dem Netzbetreiber gemeldet werden. Ein Vertragsabschluss ist nicht zwingend erforderlich.

Adressen

Informations- und Antragsstelle

zuständiger Energieversorger oder Netzbetreiber
Informations- und Antragsstelle
Meldung von Standort und Leistung von Photovoltaikanlagen

Bundesnetzagentur
DLZ 60
Postfach 10 04 40
34004 Kassel
fon: 0561 7292-120
fax: 0180 5 734870-1001 kontakt-solaranlagen@bnetza.de www.bundesnetzagentur.de/

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