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Altersgerecht Umbauen - Investitionszuschuss

Die Details zum Förderprogramm

Beschreibung

In 2017 sind keine Anträge mehr im Bereich Barrierereduzierung möglich.

 

Gefördert werden barrierereduzierende Maßnahmen in Wohngebäuden oder Eigentumswohnungen sowie Maßnahmen zum Einbruchschutz. Bemessungsgrundlage ist die Anzahl der Wohneinheiten (WE) nach der Sanierung im bestehenden Gebäude.  Dies gilt auch bei Umwidmung von beheizten Nichtwohnflächen. Sofern keine neue WE entsteht, ist auch die Erweiterung bestehender Gebäude oder der Ausbau von vormals nicht beheizten Räumen förderfähig. In der Erweiterung oder im Ausbau neu entstehende Wohneinheiten werden ausschließlich im Programm Energieeffizient Bauen gefördert.

Die technischen Mindestanforderungen müssen eingehalten werden.

1. Einzelmaßnahmen
1.1 Wege zu Gebäuden und Wohnumfeldmaßnahmen

  • Wege zu Gebäuden sowie regelmäßig genutzten Einrichtungen wie Stellplätze, Garagen, Spielplätze und Entsorgungseinrichtungen
  • Umbau und Schaffung von altersgerechten Kfz-Stellplätzen sowie Abstellplätzen für Kinderwagen, Rollatoren/Rollstühlen, Fahrradständern sowie deren Überdachungen
  • sonstige Wohnumfeldmaßnahmen in bestehenden Wohngebäuden ab drei WE


1.2 Eingangsbereich und Wohnungszugang

  • Abbau von Barrieren und Schaffung von Bewegungsflächen
  • Nachträgliche Maßnahmen zum Wetterschutz


1.3 Vertikale Erschließung/Überwindung von Niveauunterschieden

  • Einbau, Nachrüstung oder Verbesserung von Aufzugsanlagen als Anbauten oder Einbauten
  • Barrierereduzierende Umgestaltung von Treppenanlagen
  • Rampen zur Überwindung von Barrieren
  • Treppenlifte oder andere ergänzende mechanische Fördersysteme
  • Hebe- oder Plattformlifte zur Überwindung von Barrieren


1.4 Anpassung der Raumgeometrie

  • Änderung des Raumzuschnitts von Wohn- und Schlafräumen, Fluren oder Küchen
  • Verbreiterung der Türdurchgänge mit Einbau neuer Türen
  • Schwellenabbau
  • Erschließung bestehender oder Schaffung von Freisitzen (Terrassen, Loggien oder Balkonen)


1.5 Maßnahmen an Sanitärräumen

  • Anpassung der Raumgeometrie
  • Schaffung bodengleicher Duschplätze
  • Modernisierung von Sanitärobjekten (WCs, Waschbecken und Badewannen)
  • Bidets


1.6 Orientierung, Kommunikation und Unterstützung im Alltag

  • Baugebundene Bedienungs- und Antriebssysteme für Türen, Innentüren, Jalousien, Rollläden, Fenster, Türkommunikation, Beleuchtung, Heizung- und Klimatechnik
  • Einbau von Mess-, Steuerungs- und Regeltechnik
  • Baugebundene Not-, Ruf-und Unterstützungssysteme wie u.a. Wassermeldung, Kamerasysteme, Panikschalter, Geräteabschaltung, präsenzabhängige Zentralschaltung, Personenerkennung an Haus- und Wohnungstüren, intelligente Türschlösser mit personalisierten Zutrittsrechten ,Sturz- und Bewegungsmelder oder Anwesenheits- und erweiterte Präsenzmelder
  • Gebäudeausrüstung mit vernetzter Gebäudesystemtechnik

 

1.7 Gemeinschaftsräume, Mehrgenerationenwohnen

  • Umgestaltung bestehender Gemeinschaftsräume oder Schaffung von Gemeinschaftsräumen in bestehenden Wohngebäuden ab drei WE


Konditionen
Der Zuschuss für Einzelmaßnahmen zur Herstellung von Barrierefreiheit beträgt 10 % der förderfähigen Investitionskosten pro Antrag.

 

2. Maßnahmen, mit denen der Standard Altersgerechtes Haus erreicht wird
Der Standard Altersgerechtes Haus wird erreicht, wenn eine einzelne oder alle Wohnungen die folgenden Anforderungen erfüllen:

  • altersgerechter Zugang (entsprechend den Förderbereichen 1.1, 1.2 und ggf. 1.3)
  • altersgerechtes Wohn- und/oder Schlafzimmer sowie eine altersgerechte Küche (entsprechend Förderbereich 1.4)
  • altersgerechtes Bad (entsprechend Förderbereich 1.5)
  • die Anforderungen an die Bedienelemente (entsprechend Förderbereich 1.6)


Konditionen
Der Zuschuss  beträgt 12,5 % der förderfähigen Investitionskosten.

 

3. Einzelmaßnahmen zum Einbruchschutz

Gefördert werden Maßnahmen zum Einbruchschutz in bestehenden Wohngebäuden. Diese können auch in Kombination mit Maßnahmen zur Barrierereduzierung beantragt werden. Folgende Maßnahmen sind förderfähig:

  • Einbau von einbruchhemmenden Haus- und Wohnungseingangstüren
  • Nachrüstsystemen für Haus- und Wohnungseingangstüren sowie Türspione
  • Nachrüstsystemen für Fenster sowie einbruchhemmende Gitter, Klapp- und Rollläden
  • Einbau von Einbruch- und Überfallmeldeanlagen
  • Baugebundene Assistenzsysteme

 

Konditionen

Der Zuschuss für Einzelmaßnahmen zum Einbruchschutz beträgt 20 % der förderfähigen Investitionskosten pro Antrag. Sofern die förderfähigen Investitionskosten 1.000,- EUR übersteigen, werden die ersten 1.000,- EUR mit 20 % und die restlichen förderfähigen
Investitionskosten mit 10 % gefördert. Für Einzelmaßnahmen zum Einbruchschutz werden förderfähige Investitionskosten bis max. 15.000,- EUR pro Wohneinheit bezuschusst.

 

Die Förderung erfolgt für Vermieter nach der  De-minimis-Verordnung.

 

Hier gelangen Sie zum Webportal der KfW mit weiteren Informationen.

Kumulation

möglich, sofern die Summe aller öffentlichen Fördermittel die förderfähigen Investitionskosten nicht übersteigt.
Nicht möglich mit:
- KfW-Programm "Altersgerecht Umbauen" (Programmnummer 159)
- der Förderung gemäß § 35 a Absatz 3 EStG
- der Förderung gemäß Altersvorsorge-Verbesserungsgesetz (sog. Wohnriester)
- der Förderung der sozialen Pflegeversicherung oder der privaten Pflege-Pflichtversicherung

Besondere Hinweise

Bereits erteilte Zusagen sind von dem Antrags­stopp für Maßnahmen zur Barrierereduzierung nicht betroffen.

Nicht gefördert werden:

  • Maßnahmen an Boardinghäusern, Ferienhäusern und -wohnungen, Wochenendhäusern
  • Maßnahmen an Pflege- und Altenwohnheimen, die unter Landesgesetze und Rechtsverordnungen auf dem Gebiet des Heimordnungsrechts der Länder fallen
  • Einrichtungsgegenstände

Es wird empfohlen, einen Sachverständigen mit der Beantragung der Förderung und Begleitung des Vorhabens (bis zur Bestätigung nach Durchführung) zu beauftragen. Für Umbaumaßnahmen zum Standard Altersgerechtes Haus ist ein Sachverständiger verpflichtend.

Wichtige Dokumente im PDF-Format erhalten Sie in der Rubrik Zusatzinformationen.

Hinweise zum Antrag

In 2017 sind keine Anträge zur Barrierereduzierung mehr möglich, da die Bundesmittel ausgeschöpft sind. Eine Förderung in 2018 ist gegebenenfalls möglich, falls wieder Mittel seitens des Bundes zur Verfügung gestellt werden.

Anträge im Bereich Einbruchsschutz können weiterhin gestellt werden.

Antragstellung erfolgt vor Beginn der Maßnahme online über das KfW-Zuschussportal. Als Programmnummer ist 455 anzugeben.

Originaltitel

Altersgerecht Umbauen - Investitionszuschuss, Programmnummer 455


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