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Förderung von Mini-KWK-Anlagen

Die Details zum Förderprogramm

Beschreibung

Gefördert wird die Neuerrichtung von KWK-Anlagen bis 20 kWel (inkl. der notwendigen Anlagenperipherie) in Gebäuden, für die vor dem 01.01.2009 der Bauantrag gestellt wurde oder eine Bauanzeige erstattet wurde (Bestandsbauten).

Die Höhe der Förderung richtet sich nach der elektrischen Leistung der Anlage:

  • > 0 - ≤ 1 kWel: 1.900,- EUR
  • > 1 - ≤ 4 kWel: 300,- EUR je kWel (kumuliert über alle Leistungsstufen)
  • > 4 - ≤ 10 kWel: 100,- EUR je kWel (kumuliert über alle Leistungsstufen)
  • > 10 - ≤ 20 kWel: 10,- EUR je kWel (kumuliert über alle Leistungsstufen)

Die Fördersumme verringert sich um 10 %, wenn bereits ein Wärmespeicher vorhanden ist, der älter als fünf Jahre ist.

 

Bonusförderung Wärmeeffizienz

Anlagen, die folgende Anforderungen erfüllen, erhalten eine zusätzliche Förderung von 25 % der Basisförderung:

  • Vorhandensein eines serienmäßigen oder nachgerüsteten (zweiten) Abgaswärmetauschers zur Brennwertnutzung
  • Durchführung eines hydraulischen Abgleichs für das Heizungssystem, auch wenn der bestehende Kessel verbleibt und die KWK-Anlage zusätzlich installiert wird.

 

Bonusförderung Stromeffizienz

Anlagen, deren elektrischer Wirkungsgrad höher ist als der geforderte, erhalten eine zusätzliche Förderung von 60 % der Basisförderung:

  • > 0 - ≤ 4 kWel: > 31 %
  • > 4 - ≤ 10 kWel: > 33 %
  • > 10 - ≤ 20 kWel: > 35 %

Die Bonusförderungen "Wärmeeffizienz" und "Stromeffizienz" sind miteinander kombinierbar.

 

Voraussetzungen

  • Die Anlagen müssen in der Liste der förderfähigen Anlagen der BAFA enthalten sein (siehe Zusatzinformationen).
  • Die Anlage muss über einen Wartungsvertrag betreut werden.
  • Die Anlage darf nicht in Gebieten mit einem Anschluss- und Benutzungsgebot für Fernwärme liegen.
  • Ein integrierter Energiezähler zur Bestimmung der Strom- und Wärmeerzeugung im KWK-Prozess ist erforderlich.
  • Es muss ein Wärmespeicher mit einem Speichervolumen von mind. 60 Liter bezogen auf Wasser als Speichermedium pro kW thermischer Leistung vorhanden sein. Bei KWK-Anlagen > 26,7 kWth ist ein Speichervolumen von 1.600 Litern ausreichend.
  • Ab 10 kWel muss die KWK-Anlage über Informations- und Kommunikationstechnik verfügen, um Signale des Strommarktes zu empfangen und technisch in der Lage sein, auf diese zu reagieren.

 

Die Förderung erfolgt entweder im Rahmen einer De-minimis-Beihilfe oder der Allgemeinen Gruppenfreistellungsverordnung (AGVO). 

 

Hier gelangen Sie zum Webportal des BAFA mit weiteren Informationen.

Kumulation

Die Kumulation mit anderen Förderungen ist möglich, soweit die beihilferechtlichen Förderhöchstgrenzen nicht überschritten werden. Außerdem darf
- das Dreifache des Förderbetrages aus diesem Förderprogramm, sofern die Bedingungen der Bonusförderung Stromeffizienz erfüllt sind, oder andernfalls
- das Zweifache des Förderbetrages aus diesem Programm für jede geförderte Anlage nicht überschritten werden.
Vergütungsansprüche nach KWKG werden nicht angerechnet. Wird die Anlage nach dem EEG gefördert, kann kein Zuschuss nach dieser Richtlinie in Anspruch genommen werden.

Besondere Hinweise

Nicht gefördert werden:

  • Eigenbauanlagen und Prototypen. Als Prototyp gelten grundsätzlich Anlagen, die in weniger als vier Exemplaren betrieben werden oder betrieben worden sind.
  • Gebrauchte KWK-Anlagen und KWK-Anlagen mit wesentlichen gebraucht erworbenen Anlagenteilen, wobei Wärmespeicher von dieser Regelung ausgenommen werden.

Hinweise zum Antrag

Der Antrag ist vor Beginn der Maßnahme zu stellen. Als Vorhabensbeginn gilt der rechtsgültige Abschluss eines der Ausführung zuzurechnenden Lieferungs- oder Leistungsvertrages. Planungsleistungen dürfen vor Antragstellung erbracht werden.
Hersteller von KWK-Anlagen oder deren Komponenten und der Bund bzw. die Bundesländer sind nicht antragsberechtigt.

Originaltitel

Richtlinien zur Förderung von KWK-Anlagen bis 20 kWel v. 15.12.2014


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